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Aller guten Dinge sind drei

Ein drittes und letztes Mal hat der nascent Praxispartnerworkshop mit Praxispartnern und Transferpartnern am 21. und 22. September 2017 in Kassel im ...
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nascent – Der Film

Hier ist er - der Film zum Projekt nascent, in dem anschaulich erklärt wird, worum es im Projekt geht und welche Themen bearbeitet werden. Zwei ...
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Die Agronauten

Forschungsgesellschaft Die Agronauten e.V.

Die Forschungsgesellschaft Die Agronauten e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Emmendingen bei Freiburg. Die Forschungsgesellschaft für nachhaltige, regionale Agrar- und Ernährungssysteme beschäftigt sich zum Beispiel mit multifunktionalen Bauernhöfen, direkten Produzenten-Konsumenten Beziehungen, ökologischem Landbau, sozialer und pädagogischer Landwirtschaft oder urbaner Landwirtschaft – Konzepte, welche durch begleitende Forschung aus der Nische herausgeholt werden sollen, um den negativen Entwicklungen in der Landwirtschaft entgegen zu wirken. Dazu kommen der Austausch von Erfahrungen und das Vernetzen mit allen relevanten und interessierten Akteuren.

So wird gearbeitet

Die Aktivitäten der Agronauten sind weit gefächert und die Themenfelder sind vielschichtig. Regionalität und Bildung gehören ebenso dazu wie die Demokratisierung landwirtschaftlicher Forschung. Neben zahlreichen Projekten zählt zu den Hauptaktivitäten der Agronauten die Organisation von Veranstaltungen und Vorträgen. Zudem gibt es in unregelmäßigen Abständen einen Agronauten-Stammtisch in Freiburg. Zu den aktuellen Projekten gehören zum Beispiel die Erstellung einer Datenbank zur Vernetzung von Initiativen, EU-Lernpartnerschaften, die Beratung der Stadt Freiburg zu einer Studie zum Konsum regionaler Lebensmittel und viele mehr. Um zudem ihrem Bildungsauftrag gerecht zu werden, bieten die Agronauten Bildungstouren in der Region Freiburg an. Dies kann eine Tour entlang der Wertschöpfungskette der Regionalwert AG sein, eine Kochaktion in einer professionellen Restaurantküche mit Zutaten, die aus einem Umkreis von maximal 15 Kilometer stammen oder der Besuch eines Bauernhofs. So werden vor allen Dingen Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Nachhaltigkeit erlebnisorientiert vertraut gemacht und zur Reflexion angeregt.

Die Tätigkeiten der Agronauten beruhen auf zehn Thesen und mehreren Grundfragen aus den Bereichen Ökonomie, Soziales und Ökologie. Die Thesen betreffen sowohl die heutige Situation in der Ernährungs- und Landwirtschaft als auch die methodischen Handlungsansätze sowie mögliche Lösungsansätze. Dabei geht es um das Überschreiten planetarer Grenzen, das Umdenken in Industrienationen, fehlenden politischen Aktivitäten und überregionalen Abhängigkeiten im Agrarsystem. Die Handlungsansätze betreffen die wichtige Verzahnung von Wissenschaft und Praxis, die Internalisierung externer Kosten und den Zugang zu landwirtschaftlicher Forschung. Mit ihren Lösungsansätzen wollen sich die Agronauten für eine nachhaltige Landwirtschaft, eine gestärkte Verbindung zwischen Verbraucher und Landwirt und die Entwicklung einer Regionalökonomie einsetzen.

Zu den Grundfragen gehören beispielsweise Fragen nach den wahren Kosten der Landwirtschaft und nach den Möglichkeiten, Ernährungssysteme resilienter zu gestalten (Ökonomie). Im Bereich Soziales geht es unter anderem um die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger Ernährungssysteme mitgestalten können oder wie die Arbeitsqualität in der Landwirtschaft verbessert werden kann. Im Bereich Ökologie stellt sich die Frage nach der Minimierung von Umweltzerstörung und Emissionen in der Landwirtschaft.

Die Agronauten arbeiten projektbasiert und finanzieren ihre Tätigkeiten über Projektmittel oder durch Ehrenamt. Zudem helfen Spenden oder Fördergelder aus Förderunterstützungen bei der Finanzierung. Fördermitglieder erhalten regelmäßige Reports über die Aktivitäten der Initiative und können an einer Tour in der Region Freiburg teilnehmen. Entscheidungen zur Geschäftstätigkeit werden durch den Vorstand und Beirat getroffen.

Idee und Vision der Gründer

Die Inspiration für die Gründung der Agronauten liegt im Mangel an praxisnaher Forschung, welche innovative Landnutzung integrativ und realitätsnah untersucht und kommuniziert. So wollen die Agronauten seit 2011 soziale und ökologische Aspekte verstärkt in die Landwirtschaft integrieren und Alternativen zu überholten ökonomischen Paradigmen weiterentwickeln. Zudem soll die Wertschätzung von Bäuerinnen und Bauern als Ernährer und Landschaftspfleger gesteigert und das Potenzial regionaler Wertschöpfungskreisläufe sowie einer neuen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Ernährung und Landwirtschaft angeregt werden. Das Team der Agronauten besteht aus sieben Mitarbeitern und ist interdisziplinär aufgestellt, von den Agrarwissenschaften über die Soziologie und die Landwirtschaft bis zu den Kommunikationswissenschaften.

www.agronauten.net



Stand: 09.06.2016 Druckversion
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