Dokumentation der Praxispartnerworkshops

Im Rahmen des nascent-Projektes wurden drei Workshops mit den beteiligten Praxis- und Transferpartnern durchgeführt, um u.a. Transformations- und ...
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Rückblick auf die nascent-Abschlussveranstaltung

Unter dem Titel „Transformative Unternehmen und die Wende in der Ernährungswirtschaft“ fand am 06.07.2018 die Abschlussveranstaltung des ...
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nascent – Der Film

Hier ist er - der Film zum Projekt nascent, in dem anschaulich erklärt wird, worum es im Projekt geht und welche Themen bearbeitet werden. Zwei ...
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meine ernte GbR

meine ernte GbR

Das Konzept von „meine ernte“ ist die Selbsternte. Seit 2010 vermieten die beiden Freundinnen und ehemaligen Studienkolleginnen Wanda Ganders und Natalie Kirchbaumer Gemüsegärten in ganz Deutschland. Was die beiden zunächst in sechs Städten in Nordrhein-Westfalen und Hessen initiierten, haben sie inzwischen auf 30 Standorte in ganz Deutschland ausgeweitet. Hier vermittelt „meine ernte“ Gartenparzellen an Menschen, die Lust auf ihren eigenen Gemüseanbau haben und bei der Pflege und Ernte ihrer Gemüsegärten von Landwirten unterstützt werden.

Ein Gemüsegarten kurz vor der Ernte

So funktioniert das Geschäftsmodell

Der eigene Anbau von Gemüse wird mit „meine ernte“ erleichtert. Auf der Webseite können Interessierte an ihrem bevorzugten Gemüsegarten-Standort aus zwei unterschiedlich großen Gärten auswählen. Es stehen kleine Gemüsegärten mit ca. 45qm oder Familiengärten mit 90qm zur Verfügung. Nachdem online gebucht wurde, haben die Mieter das Nutzungsrecht für ein Stück Acker für die kommende Saison erworben und können diesen bewirtschaften. Am Anfang eines jeden Jahres wird der Anbauplan für die kommende Saison veröffentlicht, mit dem die Flächen für die Gärtnerinnen und Gärtner vorbereitet werden. Über 20 Gemüsesorten wie z.B. Kartoffeln, Kürbis, Salate oder Zucchini gehören dazu. Ein kleines Stück kann nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Die Landwirte vor Ort übernehmen die professionelle Vorbepflanzung der Ackerflächen. So wird gewährleistet, dass alle Sorten optimale Startbedingungen für eine reiche Ernte erhalten. Die Erntesaison beginnt im Mai und endet im Oktober. Während dieser Zeit haben die Gärtnerinnen und Gärtner die Verantwortung, ihr eigenes Gemüse zu pflegen und zu ernten. Ohne großen Aufwand kann es losgehen. Die Ausrüstung wird von „meine ernte“ gestellt: es gibt eine Gartenhütte mit einer Grundausstattung an Gartengeräten und ausreichend Gießwasser. Sobald erste Gemüsesorten abgeernet sind, kann nachgepflanzt werden.

Reiche Ernte

Reiche Ernte

Zudem gibt es eine Rund-um-Betreuung. Für Fragen stehen in den Gärtnersprechstunden Landwirte vor Ort zur Verfügung. Ein umfassendes Gärtnerwissen-Lexikon auf der „meine ernte“-Webseite informiert über Wissenswertes zum Thema Gärtnern und der regelmäßige Gärtnerbrief hält die Mitglieder per E-Mail auf dem Laufenden. Hobbygärtner und Gartenneulinge sind gleichermaßen willkommen, denn auch für Menschen ohne grünen Daumen ist „meine ernte“ geeignet. Sie können sich in den kostenlosen Workshops „Startklar für den Gemüsegarten“, die deutschlandweit angeboten werden, auf die nächste Saison vorbereiten. Im Februar 2016 ist zudem das Buch „100% Ernte-Glück“ herausgekommen. Hier hat das Team von „meine ernte“ die relevanten Monate März bis November leicht verständlich nach typischen Tätigkeiten, die anfallen, zusammengestellt und viele Tipps zum Thema Gärtnern auf kleinem Raum oder im Hochbeet für Gartenanfänger sowie erfahrene Gärtner gesammelt.

Idee und Vision der Gründerinnen

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Das Team von „meine ernte“

Die Idee kam den beiden Gründerinnen, die sich während des Studiums kennenlernten, ein paar Jahre später. Oft standen bei Wanda Ganders und Natalie Kirchbaumer Fast Food oder Fertiggerichte auf dem Speiseplan. Einige Jahre später haben sie gemerkt, dass ihnen dies auf Dauer nicht gut tut und sie wollten sich mit Gemüse aus dem Eigenanbau selbst versorgen. Als Mieter in einer Großstadt erwies sich das jedoch als unmöglich. Kurzerhand haben sie sich bei Landwirten informiert und kurze Zeit später war die Idee geboren, Gemüsegärten zum Mieten anzubieten. So geben sie Städtern und Kindern die Möglichkeit, die Natur zu erfahren und ihre Fähigkeiten zur Selbstversorgung zu steigern und somit mehr Unabhängigkeit vom etablierten Ernährungssystem zu gewinnen. Die Ruhe, Erholung und der Abstand vom stressigen Alltag sind dabei ein willkommener Nebeneffekt.

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Kinder im Gemüsegarten

„meine ernte“ spricht nicht nur Menschen an, denen Schrebergartenpachtverträge zu langfristig sind, sondern alle Naturbegeisterte, die Lust haben, ihr Gemüse selbst anzubauen. Nicht nur bei individuellen Nutzerinnen und Nutzern ist die Nachfrage groß. Auch Landwirte, Gartenbetriebe, Baumschulen oder Städte kommen auf die Beiden zu und fragen nach Kooperationsmöglichkeiten für ein Selbsternteprojekt. Inzwischen ist auch das Team von „meine ernte“ gewachsen und umfasst bereits vier weitere festangestellte Mitarbeiter sowie weitere Aushilfen. Die Mietäcker von „meine ernte“ werden sich also weiter verbreiten und vielen weiteren Menschen die Möglichkeit bieten, ihr Gemüse selbst anzubauen.

www.meine-ernte.de



Stand: 11.02.2016 Druckversion
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