Projekte

Beiträge Solidarischer Landwirtschaftsbetriebe zur Entwicklung transformativer Wertschöpfungsräume

Wie kann die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) zum Wandel des Agrar- und Ernährungssektors in Richtung Nachhaltigkeit und Krisenresilienz beitragen? Zu den konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen des industrialisierten Ernährungssystems erarbeiten wir in einem transdisziplinären Prozess mit Praxisakteuren wissenschaftlich fundierte und in der Praxis umsetzbare Lösungswege.

Am Beispiel Solidarischer Landwirtschaftsbetriebe sollen Grundlagen für Veränderungsprozesse hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise geschaffen werden.

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Was ist solidarische Landwirtschaft (Solawi)?

Dieses Video gibt eine kurze Einführung in die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft (solidarische Landwirtschaft/community supported agriculture) mit Beiträgen von Tobias & Julia Hartkemeyer, Lukas Dreyer und Mitgliedern vom CSA Hof Pente, sowie von Gerald Hüther. Solawi als Lebenslernort.

Weitere Videos zum Thema gibt es auf der Website des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft:

Ziele

Hier folgt in Kürze ein Überblick über die Ziele des Projekts.

Hier folgen in Kürze weitere Infos zum Projekt.

Hier folgen in Kürze weitere Infos zum Projekt.

Neue Chancen für eine nachhaltige Ernährungswirtschaft durch transformative Wirtschaftsformen

Eine Kurzdarstellung des Projektvorhabens in Posterform finden Sie hier.

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Ziele

Im Forschungsprojekt „nascent – Neue Chancen für eine nachhaltige Ernährungswirtschaft durch transformative Wirtschaftsformen“ werden der Beitrag und das Potenzial transformativer Unternehmen und Initiativen untersucht.

Transformative Initiativen positionieren sich jenseits überkommener Spannungsfelder von Produktion und Konsumtion, Stadt und Land, wirtschaftlichem und ökologischem Erfolg. Exogene Störungen können durch sie vermindert und eine kreative Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen ermöglicht werden.

Das Projekt untersucht die Transformationspotenziale der Initiativen für eine nachhaltige Ernährungsversorgung unter Berücksichtigung folgender Fragestellungen:

  • Wie können transformative Wirtschaftsformen, statt in der Nische zu verharren, Innovationsprozesse in Gang setzen?
  • Wie ist ihr Beitrag als Transformationspioniere einzuschätzen?
  • Können diese Initiativen bottom-up das etablierte Ernährungssystem verändern?

Das verdeutlichen nicht nur diverse Lebensmittelskandale, sondern auch Umweltverschmutzung, Klimawandel Überdüngung oder Versorgungsprobleme auf dem Land. Ein Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise ist daher auch im Ernährungsbereich notwendig.  Neue Wirtschaftsformen und -initiativen, bei denen soziale und Umweltbelange stärker im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, stellen einen interessanten Ansatzpunkt für eine solche Transformation des konventionellen Ernährungssystems dar.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das von der Universität Oldenburg (Prof. Dr. Reinhard Pfriem) geleitete Projekt für drei Jahre. Das Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl Produktion und Umwelt (apl. Prof. Dr. Niko Paech), der Universität Stuttgart (Prof. Dr. Cordula Kropp) und der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis (Dr. Christa Müller) durchgeführt und durch zahlreiche Praxis-, Transfer- und BeratungspartnerInnen unterstützt.

Neue Wirtschaftsformen und -initiativen, wie beispielsweise Urban Gardening Projekte, Solidarische Landwirtschaft oder Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, sind geprägt von einem neuen Verständnis des Zusammenwirkens von Konsumenten und Produzenten. Bei ihnen steht nicht mehr nur die Fremdversorgung der Verbraucher im Vordergrund, sondern stärker die Zusammenarbeit und Befähigung zu nachhaltigen Praktiken. Bei Urban Gardening Projekten handelt es sich um freiwilligen und gemeinschaftlichen Gartenbau auf städtischen Flächen, bei der Solidarischen Landwirtschaft (auch CSA = community-supported agriculture) kooperieren Gruppen von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem Vertragslandwirt. Die Verbraucher geben für einen bestimmten Zeitraum eine Abnahmegarantie der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und nehmen im Gegenzug auf unterschiedliche Weise an der Produktion teil. Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften organisieren den Zusammenschluss von Verbrauchern zum gemeinsamen Einkauf größerer Lebensmittelmengen direkt vom Erzeuger. Es geht somit um die Ermöglichung eines transparenteren und selbstbestimmteren Konsums.

Nascent untersucht die Potenziale zur Transformation des etablierten Ernährungssystems, die von diesen Initiativen ausgehen. Dafür werden Initiativen in fünf Regionen Deutschlands untersucht: Oldenburg und Umland, Berlin und Umland, Leipzig und Dresden, München und Umland und Freiburg im Breisgau und Umland. Außerdem wird durch die Kooperation mit Partnern im Ausland auch die Entwicklung in anderen Staaten betrachtet. Das Projektteam möchte eine Typologie der Initiativen erarbeiten, ihre unterschiedlichen Motivationen und Interessen herauskristallisieren. Anhand dieser Ergebnisse wollen die WissenschaftlerInnen Diffusionspotenziale aufzeigen und zielgruppenspezifische Informationsangebote bereitstellen, um eine nachhaltige Entwicklung des Ernährungssystems unterstützend voranzutreiben.

Projektkonzeption

Das empirisch zu erforschende Feld wird auf drei Ebenen transformativer Formen der Ernährungswirtschaft (Mikrobiotope, lokale Gemeinschaften, regionale Ökosysteme) in Zusammenarbeit mit 26 Praxispartnern transdisziplinär untersucht. Zudem wird ein wissenschaftlicher und praxisbezogener Transfer der Erkenntnisse durch zahlreiche und vielfältige Forschungs- und Transferpartner gewährleistet.