News

SolaRegio

Projektfilm SolaRegio

Verschiedene Stimmen – von Landwirt:innen und Bäuer:innen über Ministerin Miriam Staudte bis hin zum Präsidenten des Verbands der Landwirtschaftskammern – berichten, warum immer mehr Betriebe den Weg aus der anonymen Weltmarktkonkurrenz wählen.
Schauen Sie sich das Video an und entdecken Sie, wie Solidarische Landwirtschaft funktioniert und warum sie krisenfest ist!

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IMAGO

Projektstart: nascent-IMAGO

Im Frühling dieses Jahres startete das vom der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und von der Software AG Stiftung geförderte Projekt „nascent-Imago“. Es ist ein innovatives postgraduales Bildungsangebot und das neueste Forschungsprojekt im nascent-Forschungscluster. Die Ausbildung richtet sich an angehende Lernbegleiter:innen, die in schulischen und außerschulischen Kontexten zukunftsfähige Bildungsräume mitgestalten wollen.

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SolaRegio

Frühjahrstreffen 2025 des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft

Wir waren bei dem Frühjahrstreffen 2025 (FJT25) des Netzwerk Solidarische Landwirtschaft vom 28. Februar bis zum 2. März in Tübingen. Zu dem Thema „Gute Arbeit in Solawis“ versammelten sich etwa 80 Landwirt:innen, Solawi-Mitglieder, Beratende und Wissenschaftler:innen, um an drei Tagen den Blick auf die Arbeit in und für Solawis zu richten. 🧑‍🌾🌾

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Neue Publikationen

Innovationsbarrieren bei der Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft

Im Journal „GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society“ (oekom Verlag) veröffentlichten Mirco Zech, Niko Paech, Jana Schmidt, Julia Palliwoda und Marius Rommel einen Artikel über die Innovationsbarrieren bei der Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft. Der Artikel untersucht die Rolle von Systemdienstleistern bei der Überwindung dieser Barrieren durch Bildung, Vernetzung, Lobbyarbeit und finanzielle Förderung. Die Studie basiert auf qualitativen Daten aus einem Expertenworkshop und Interviews mit Umstellungsbetrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass motivationale (wollen), informationsökonomische (wissen) und ressourcenbedingte (können) Faktoren die Umstellung hemmen, aber durch gezielte Maßnahmen von Systemdienstleistern abgebaut werden können.

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Behörden-Wegweiser

Diese Handreichung dient zur Orientierung im Kontakt mit Behörden und Ämtern für Betriebe und Gründungsinitiativen Solidarischer Landwirtschaft.

Es werden fundierte Kenntnisse über die Vielfalt der Organisationsformen von Solawi-Betrieben sowie die zugrunde liegenden Rechtsformen vermittelt, welche von der Gesellschaft bürgerlichen Rechts über eingetragene Vereine bis hin zu Genossenschaften reichen. Außerdem werden wesentliche Aspekte der behördlichen Zuständigkeiten und Abläufe dargestellt, um die Anforderungen an die Gründung und den Betrieb landwirtschaftlicher Unternehmen im behördlichen Kontext nachvollziehbar zu machen.

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Projektregionenbericht

Im Rahmen unseres Forschungsprojekts „SolaRegio“ wurde der Projektregionenbericht veröffentlicht!

In dem Bericht werden die vier Projektregionen des Forschungsvorhabens in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen anhand regionaler Gegebenheiten, darunter sozioökonomischen und landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, charakterisiert. Außerdem werden in dem Bericht relevante Akteure für die jeweilige Projektregion identifiziert und deren Kompetenzen dargestellt.

Hintergrund des Berichts sind regionale Innovationsökosysteme, welche die Verbreitung von sozialen Innovation – wie beispielsweise Solawi – unterstützen. Regionale Innovationsökosysteme können Synergien schaffen, die eine nachhaltige Entwicklungen beschleunigen und gleichzeitig dazu beitragen, strukturschwache Regionen langfristig zu stärken. Hier fungieren sowohl die Rahmenbedingungen als auch die regional relevanten Akteure als wichtige Innovationshebel.

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Die Vielfalt der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft

Unter dem Titel “Conversion to community-supported agriculture—pathways, motives and barriers for German farmers” veröffentlichen Jana Schmidt, Lukas Egli, Maite Gaspers, Mirco Zech, Miene Gastinger und Marius Rommel einen Artikel (peer reviewed) in dem Journal Regional Environmental Change.

Inhalt des Artikels: In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland um mehr als 50% zurückgegangen. Aufgrund sozioökonomischer Zwänge sind insbesondere kleine und mittlere Betriebe vom Höfesterben betroffen. Eine Teil- oder Vollumstellung auf Solidarische Landwirtschaft könnte durch das Prinzip der Umlagefinanzierung ein Ansatz sein, die wirtschaftliche Stabilität insbesondere kleinbäuerlicher Betriebe zu erhöhen. Die Kosten des gesamten landwirtschaftlichen Betriebes – nicht das einzelne Lebensmittels – werden durch die Mitglieder unabhängig von der Ernte solidarisch getragen, was wiederum die Krisenresilienz erhöht. Darüber hinaus kann Solawi zu einer Transformation hin zu nachhaltigen, regionalen und resilienten Ernährungssystemen sowie zur Belebung strukturschwacher Regionen beitragen.

Auf Grundlage von qualitativen Interviews mit zehn Solawis – die aus einer Umstellung eines bestehenden landwirtschaftlichen Betriebes hervorgegangen sind – wurden Umstellungspfade, Auslöser, Motive und Hürden untersucht. Lediglich ein Viertel aller bestehenden Solawi-Betriebe in Deutschland sind aus einer Umstellung hervorgegangen, d.h. die meisten Solawis sind Neugründungen. Ein Großteil der Umstellungs-Betriebe waren Gartenbau- oder Mischkulturbetriebe und bereits vor der Umstellung biologisch zertifiziert. Der Wunsch nach wirtschaftlicher Stabilität und finanzieller Planungssicherheit, die Übereinstimmung mit den eigenen Werten und die Freude an der Arbeit in einer wertschätzenden Gemeinschaft waren die Haupttreiber für eine Umstellung auf Solawi. Zu den größten Hürden zählten Unsicherheiten über das Mitgliederpotenzial in der Region, der Fachkräftemangel insbesondere im Gemüseanbau sowie fehlende politische Unterstützung durch beispielsweise ungeeignete Fördergesetze und Subventionen sowie bürokratische Hürden.

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Evaluationsbericht der digitalen Informationsveranstaltungen

Im Sommer 2024 wurden zwei digitale Informationsveranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen sind Teil des „Umstellungsmoduls“ und bauen auf die zuvor durchgeführten größeren „Informationsveranstaltungen zur Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft“ auf. Zielgruppe waren insbesondere landwirtschaftliche Betriebe aus den vier Projektregionen in Deutschland, in denen das Forschungsprojekt bereits aktiv ist (Bergisches Land in NRW, Zentralthüringen, Südniedersachsen, Mittelsachsen und Meißen in Sachsen), es waren ebenso bestehende Solawis aus den Projektregionen, Landwirtschaftsberater:innen sowie Mitarbeitende der Landwirtschaftskammern und -behörden eingeladen. Das kleinere Online-Format sollte an einer Umstellung interessierte Betriebe über Ablauf und Ziele der Umstellungsbegleitung informieren und diese zu Teilnahme am Umstellungsmodul motivieren.

Die digitalen Informationsveranstaltung wurden durch das Forschungsteam formativ, d.h. begleitend und gestaltend, sowie summativ am Ende der Veranstaltungen evaluiert. Die Evaluation verfolgte diverse Funktionen: Es sollte (1) kontrolliert werden, inwiefern die zuvor gesteckten Ziele erreicht wurden. Zudem war es ein Ziel die Veranstaltungen prozesshaft (2) weiterzuentwickeln, d.h. die gewonnen Erkenntnisse zu nutzen, um nachfolgende Veranstaltungen dahingehend anzupassen. Des Weiteren sollte durch die Evaluation analysiert werden, welche (3) Eigenschaften, Motive, Barrieren und Erwartungen die landwirtschaftlichen Betriebe haben, die sich für die Umstellungsbegleitung entscheiden.

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Können Solawis strukturschwache Regionen stärken?

Die Ausgabe 03 – 2024 der Zeitschrift Radix des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft e.V. enthält einen Beitrag von Julia Palliwoda, Jana Schmidt, Mirco Zech und Maite Gaspers mit dem Titel „Können Solawis strukturschwache Regionen stärken?“.

Das Magazin Radix zielt darauf ab, Solawista – also Menschen aus der Landwirtschaft, Gärtnernde, Solawi-Ernteteilende und Netzwerkmitglieder – sichtbar zu machen und näher zusammenzubringen. Das Magazin erscheint vier mal im Jahr. Darin zeigen wir solidarische Gesellschaftsformen auf, sowohl in der Landwirtschaft als auch darüber hinaus (von CSA zu CSX). 

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Schlussbericht des Projekts InnoLand

Der Abschlussbericht für InnoLand-Sachsen ist nun verfügbar!

Das Projekt lief vom 29.07.2021 bis zum 30.09.2023 unter der Koordination des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ. In enger Zusammenarbeit mit dem Allmende Taucha e.V. und drei sächsischen Solawi-Betrieben (deinHof e.V., Gemüsekooperative Rote Beete eG, Hof zur bunten Kuh UG & Co. KG) sowie weiteren regionalen Partnern wurden ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaspekte und das Mitgliederpotenzial in Sachsen untersucht. Zudem wurde eine Veranstaltungsreihe zur solidarischen Versorgung durchgeführt.

Die Studie liefert wichtige Ansatzpunkte über die Potenziale und Herausforderungen Solidarischer Landwirtschaft in Sachsen: Von der Reduktion von Lebensmittelverlusten bis zur Förderung der Biodiversität, dem Erreichen einer breiteren Mitgliederschaft und dem Umgang mit dem Fachkräftemangel regionaler Betriebe. InnoLand-Sachsen zeigt den positiven Beitrag, den Solawi zu einer nachhaltigen und regionalen Wertschöpfung leisten kann!

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Das Solawi-Prinzip

Die Ausgabe 04 – 2024 der Zeitschrift Ökologie & Landbau des oekom Verlags enthält einen Beitrag von Andrea Klerman, Julia Palliwoda, Alina Reinartz und Jana Schmidt mit dem Titel „Das Solawi-Prinzip“.

Die Zeitschrift Ökologie & Landbau ist das Vordenkermedium für eine ökologische Agrar- und Ernährungskultur. Sie regt zur Diskussion und Meinungsbildung an, fördert die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und vernetzt Wissenschaft, Praxis und Entscheidungsträger*innen. Ein unverzichtbarer Wegweiser für alle, die beruflich mit Landwirtschaft zu tun habe.

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Die Vielfalt Solidarischer Landwirtschaft verstehen

Unter dem Titel “Understanding the diversity of Community Supported Agriculture: a transdisciplinary framework with empirical evidence from Germany” veröffentlichen Marius Rommel und Matthias Middendorf einen Artikel (peer reviewed) in dem Journal Frontiers in Sustainable Food Systems.

In ihrer Studie stellen sie ein differenziertes Framework zur Verfügung, um die Vielfalt von Organisationen abzubilden, die nach dem Modell der „Solidarischen Landwirtschaft“ (Solawi; Englisch: Community Supported Agriculture (CSA)) arbeiten. Das bestimmende Kriterium der „Gemeinschaftsfinanzierung“ (Beitragsfinanzierung, Kostendeckung / Vollfinanzierung, Risikoteilung, Transparenz, direkte Beziehungen) zeigt im ersten Schritt die Besonderheit des Solawi-Modells und ermöglicht Abgrenzungen zu anderen Formen.

Zahlreiche Unterscheidungskriterien zeigen im nächsten Schritt die vielfältigen Möglichkeiten wie Solawis als Organisation aufgebaut sein können. Die individuelle Ausgestaltung von Solawis ist abhängig von dessen organisationaler Governance, indem gefragt wird „wie oder von wem die Solawi geleitet bzw. gemanaged wird“. Drei verschiedene Solawi-Typen können unterschieden werden: Erzeuger:innen-geführte Solawi (Typ 1: „Producer-led CSA“), Kooperations-Solawi (Typ 2: „Consumer-led CSA“), Mitunternehmer-Solawi (Typ 3: „Integrated (all-in-one) CSA“). 

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Neuauflage des Handbuchs Solidarische Landwirtschaft

Solawis erfolgreich gründen & gestalten

Die 2. Version des „Handbuchs Solidarische Landwirtschaft: Solawis erfolgreich gründen & gestalten“ ist erschienen. Das Handbuch soll Meilenstein und Auftakt zugleich sein. Entstanden ist es im Rahmen der erfolgreichen Zusammenarbeit des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft mit den Universitäten Siegen und Oldenburg innerhalb des Forschungsprojekts nascent.

Das Handbuch stellt in erster Linie eine fundierte Wissensbasis für Beratende dar, bietet jedoch auch all jenen Inspiration, die eine Solawi gründen möchten, ihre bestehende stabilisieren oder durch Kooperationen weiterentwickeln wollen. Für die politische Arbeit werden Probleme und Lösungsvorschläge beleuchtet, die als Diskussionsgrundlage vor Ort dienen können.

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